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Waldferne

Andreas Neuffer - Grafik Eugen Kunkel - Malerei Katharina Ismer - Malerei Simone Distler - Malerei & Grafik Stefan Schwarzmüller - Malerei Edvardas Racevicius - Skulpturen Jens Rausch - Malerei Sylvia Seelmann - Malerei

Ausstellung:
10. September - 2. October 2020

10. September - 2. October 2020

Die Ausstellung vereint Arbeiten von acht Künstlerinnen und Künstlern, die sich auf spannende und sehr unterschiedliche Weise mit dem Thema Wald auseinandersetzen.

Katharina Ismer und Simone Distler inspiriert er zu poetisch anmutenden Bildern, in denen sich reale Naturformen und abstrakte Farbflächen durchdringen. Ganz realistisch sind dagegen die zumeist kleinformatigen Gemälde von Eugen Kunkel. Er ist in der russischen Taiga im westlichen Sibirien aufgewachsen und lässt Erinnerungen an die Kindheit in seine Bilder einfließen. In Andreas Neuffers Schaffen spielt Materialität eine wichtige Rolle. Der Künstler hat Waldstücke in einem arbeitsintensiven Prozess in die weiße Deckschicht von Wellpappe geschnitten und lässt den Farbkontrast wie ein Spiel von Licht und Schatten wirken. Sylvia Seelmann und Stefan Schwarzmüller loten Spiegelungen der Bäume im Wasser aus, in berauschend bunten Farben oder räumlich-atmosphärischer Dichte. Dagegen haben die „Alchimistischen Mischwälder“, die Jens Rausch durch chemische Prozesse auf der Leinwand entstehen lässt, eine eher düster-melancholische Anmutung. Für seine Serie von „Stammbäumen“ kommen neben Asche, Bitumen und Oxyden auch Seiten aus alten Telefonbüchern zum Einsatz. Die Gemälde werden durch Skulpturen des litauischen Holzbildhauers Edvardas Racevicius komplettiert, dessen Metamorphosen zwischen Mensch und Natur zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregen.