VON PRACHT UND FÜLLE
Ausstellung:
22. January - 24. February 2026
„Eine Blume ist verhältnismäßig klein. Jeder verbindet eine Reihe von Vorstellungen mit einer Blume … Also sagte ich mir, ich werde malen, was ich sehe, was die Blume mir bedeutet. Aber ich werde sie groß malen und so die Leute dazu bringen, sich Zeit zu nehmen, sie zu betrachten …“ – Georgia O’Keeffe.
Mit diesen Worten eröffnet sich die Ausstellung „Pracht und Fülle“, die sich der künstlerischen Darstellung von Blumen und Stillleben widmet. Diese haben in der Kunstgeschichte eine lange Tradition, die bis in die europäische Kunst des 16., 17. und 18. Jahrhunderts zurückreicht. Damals waren Stillleben ein hochspezialisiertes Genre, das nicht nur die Schönheit der Natur feierte, sondern auch die Vergänglichkeit des Lebens thematisierte. Die Darstellung von Blumen, Früchten und anderen unbelebten Gegenständen war ein Experimentierfeld für künstlerische Techniken und Ausdrucksformen. Künstler dieser Zeit schufen Werke, die durch ihre Präzision und symbolische Tiefe beeindrucken.
Im Impressionismus erlebte das Stillleben eine Renaissance, wobei die Künstler weniger auf die präzise Nachahmung der Natur setzten, sondern sich auf formale Reduktion und malerische Effekte konzentrierten. Heute greifen zeitgenössische Künstler das Genre wieder auf, um es mit neuen Materialien und Techniken zu beleben und gleichzeitig die Verbindung zur Kunstgeschichte zu bewahren.
Die Ausstellung „Pracht und Fülle“ führt diese Tradition fort und präsentiert Werke von Anna Vonnemann, Jochim Lichtenberger und Mathias Roloff, deren Werke und Interpretationen die Betrachter in eine betörende Welt voller Farben und Formen eintauchen lässt, aber neben der prachtvollen visuellen Opulenz, der Schönheit des Moments auch an die Vergänglichkeit aller Schönheit und des Lebens gemahnt.